Rotlichttherapie für die Haut: Was die Forschung über Falten und Kollagen zeigt

Red Light Therapy for Skin: What the Research Shows About Wrinkles and Collagen

Verfasst vom Phototherapie-Team der Dermfix · Allgemeine Informationen, keine medizinische Beratung.

Kurze Antwort: Es gibt glaubwürdige, kontrollierte klinische Belege dafür, dass rotes und nahinfrarotes Licht das Hautbild – feine Falten, Rauheit und die gemessene Kollagendichte – verbessern kann, wenn die richtigen Wellenlängen über mehrere Wochen hinweg in einer angemessenen Dosis angewendet werden. Es handelt sich dabei nicht um eine Lösung von heute auf morgen, und der Effekt ist eher bescheiden als dramatisch. Im Folgenden betrachten wir, was die beste Studie tatsächlich ergeben hat, welche Wellenlängen und Dosierungen entscheidend sind und wie man beurteilen kann, ob ein Gerät diese realistisch bereitstellen kann.

Was rotes Licht mit der Haut macht – kurz erklärt

Rotes Licht (etwa 660 nm) wird nahe der Hautoberfläche absorbiert, wo es die Fibroblasten erreicht – jene Zellen, die Kollagen und Elastin produzieren. Die durch Mechanismusforschung gestützte Arbeitshypothese lautet, dass das in den Mitochondrien absorbierte Licht die Zellen dazu anregt, mehr Energie zu produzieren und ihre normale Reparaturaktivität zu steigern. (Wir erklären diesen Mechanismus in verständlicher Sprache in unserer Übersicht: Wie Rotlichttherapie in Ihren Zellen wirkt.) Speziell für die Haut ist die praktische Frage einfacher: Hilft es sichtbar, und in welchem Umfang?

Was die aussagekräftigste Studie ergab

Die am häufigsten zitierte kontrollierte Studie stammt von Wunsch und Matuschka (2014) und wurde in der Fachzeitschrift „Photomedicine and Laser Surgery“ veröffentlicht. Es handelte sich um eine prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie mit 136 Probanden, bei der die Teilnehmer etwa zweimal pro Woche behandelt und mit einer unbehandelten Kontrollgruppe verglichen wurden. Entscheidend ist, dass die Ergebnisse nicht nur darin bestanden, dass „sich die Menschen besser fühlten“ – sie umfassten auch eine verblindete Auswertung klinischer Fotos, Ultraschallmessungen der Kollagendichte sowie computergestützte Profilometrie (eine Methode zur objektiven Messung der Hautrauheit).

Nach Abschluss der Behandlungsserie zeigten die mit Licht behandelten Gruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikante Verbesserungen hinsichtlich des Hautbildes, der Hautrauheit und der intradermalen Kollagendichte, wobei die verblindeten Gutachter die sichtbaren Veränderungen bestätigten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Lichtquellen für die Hautverjüngung und die Steigerung der Kollagenbildung wirksam und sicher sind.

Zwei wichtige Vorbehalte, die in dem Artikel berücksichtigt werden sollten:

  • Die Verbesserungen waren zwar real, aber eher geringfügig – es handelt sich hier um Hautpflege und eine schrittweise Verjüngung, nicht um ein Facelifting.
  • Die Ergebnisse wurden durch ein konsequentes Training (Dutzende von Trainingseinheiten über mehrere Wochen hinweg) erzielt, nicht durch eine einmalige Einheit.

Die entscheidenden Wellenlängen und Dosen

In der Studie wurde die Lichtdosis im roten Spektralbereich auf etwa 9 J/cm² normiert. Dieser Wert ist aussagekräftiger als die in der Werbung angegebene „Leistung“ eines Moduls, da sich die Dosis aus der Intensität multipliziert mit der Zeit ergibt. Genau hier kommt unser seit langem vertretener Standpunkt zur ehrlichen Messung ins Spiel: Ein Modul, dessen Bestrahlungsstärke übertrieben angegeben wird (indem statt eines Spektrometerwerts ein Wert eines billigen Solarmessgeräts herangezogen wird), führt dazu, dass Sie eine zu geringe Dosis erhalten, ohne es zu merken.

Bei Hautprodukten solltest du auf Folgendes achten:

  • 660 nm rot als Kernwellenlänge für das oberflächliche Gewebe. Das Nahinfrarot (830–850 nm) dringt tiefer ein und ist für das umfassendere „Regenerationsbild“ nützlich, jedoch für die Behandlung der Hautoberfläche nicht unbedingt erforderlich.
  • Eine ehrlich gemessene Bestrahlungsstärke in einem angegebenen Abstand – für den Heimgebrauch sind etwa 40–100 mW/cm² bei 15 cm ein solider Arbeitsbereich. (Warum die Messmethode so wichtig ist, erklären wir in unserem europäischen Einkaufsratgeber.)

Wie es üblicherweise für die Haut angewendet wird

Die meisten Hautpflege-Routinen zu Hause sind eher kurz und regelmäßig als lang und sporadisch: Behandlungen von etwa 5 bis 15 Minuten, mehrmals pro Woche, in dem Abstand, auf den sich der vom Gremium angegebene Bestrahlungswert bezieht. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse belegen, dass eine konsequente Anwendung über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen am besten wirkt. Verwenden Sie stets den mitgelieferten Augenschutz und befolgen Sie die Gebrauchsanweisung des Geräts.

Speziell für die Hautpflege im Gesichts- und Dekolleté-Bereich eignet sich ein kompaktes, mehrwellenlängenfähiges LED -Gerät in der Regel besser als ein großes Ganzkörper-Panel – zum Beispiel das Dermfix Halo LED ist eher auf die Anwendung im Gesichtsbereich und gezielte Hautbehandlungen ausgelegt als auf die Regeneration des gesamten Körpers.

Häufig gestellte Fragen

Reduziert Rotlichttherapie tatsächlich Falten?

Kontrollierte Studien (Wunsch & Matuschka, 2014) ergaben im Vergleich zu unbehandelten Kontrollgruppen signifikante Verbesserungen hinsichtlich feiner Falten, Hautrauheit und der gemessenen Kollagendichte. Die Wirkung tritt allmählich und in moderatem Umfang ein und hängt eher von einer konsequenten Behandlungsserie als von einer einzelnen Sitzung ab.

Wie lange dauert es, bis ich vielleicht einen Unterschied bemerke?

Die Erkenntnisse basieren auf einer mehrwöchigen Behandlung – man sollte dabei von 8 bis 12 Wochen mit regelmäßigen Sitzungen ausgehen, nicht von einzelnen Tagen.

Welche Wellenlänge ist am besten für die Haut geeignet?

660 nm Rot ist die Kernwellenlänge für die Hautoberfläche. Nahinfrarot (830–850 nm) dringt tiefer ein und unterstützt umfassendere Gewebeziele, ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, um ausschließlich das Erscheinungsbild der Hautoberfläche zu verbessern.

Ist das sicher?

In der Studie wurde das Gerät als sicher für die Hautverjüngung eingestuft, und rotes bzw. nahinfrarotes Licht enthält kein UV-Licht. Verwenden Sie den mitgelieferten Augenschutz und befolgen Sie die Gebrauchsanweisung Ihres Geräts. Wenn Sie unter einer bestimmten Hauterkrankung leiden oder photosensibilisierende Medikamente einnehmen, sprechen Sie bitte zuerst mit einem Facharzt.

Quellen

Haftungsausschluss: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und stellt keine medizinische Beratung zu einer bestimmten Erkrankung dar. Die Ergebnisse können individuell variieren.

Rotlichttherapie für die Haut: Was die Forschung über Falten und Kollagen zeigt

Was bewirkt Rotlichttherapie wirklich für die Haut? Ein objektiver Blick auf die klinischen Belege zu Falten, rauer Haut und Kollagen – sowie auf die Wellenlängen und die richtige Dosierung, auf die es tatsächlich ankommt.
 

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